News

Stasi Sicherheitspolizeigesetz
Ministerrat beschließt Sicherheitspolizeigesetz

Schuldsprüche im Pyramidenspiel-Prozess
Kunden bezahlten 5.500 Euro und bekamen als Gegenleistung Wirtschaftsseminare

12 Schuldsprüche in Grazer Prozess um Pyramidenspiel
12 Schuldsprüche in Grazer Prozess um Pyramidenspiel Eurosuccess

Pyramiden-Spiel mit 6 Mio. Euro Schaden
Mit einem Einsatz von 5.000 Euro wurde ein Gewinn von 40.000 Euro versprochen

CCC im Besitz von staatlicher Spionagesoftware
Ministerium bestätigt

Bundestrojaner Österreich
Bundestrojaner auch nach Österreich verkauft

Schwere Vorwürfe gegen Behörde
staatliche Spionagesoftware

deutscher Staatstrojaner
Chaos Computer Club analysiert und veröffentlicht deutschen Staatstrojaner

Truecrypt verschlüsselt perfekt
Truecrypt Software schlägt FBI

Handy als Nebenkosten-Falle
Nebenspesen bei 7 Handy-Anbietern

News Archiv

12 Schuldsprüche in Grazer Prozess um Pyramidenspiel Eurosuccess

Pyramidenspiel oder doch nur "Multi- Level- Marketing"? Das galt es in einem sehr langwierigen Prozess am Grazer Straflandesgericht zu klären - nach zwei Wochen ging die Verhandlung am Montag schließlich mit zwölf Schuldsprüchen und einem Freispruch zu Ende. Nur eines dieser Urteile ist dabei bereits rechtskräftig.

Das Vergehen des Ketten- bzw. Pyramidenspiels und die Teilnahme an bzw. Gründung einer kriminellen Organisation waren die Hauptvorwürfe, die Staatsanwalt Konrad Kmetic gegen insgesamt 13 Angeklagte – das Verfahren gegen eine 14. Person wurde ausgeschieden, weil sie unauffindbar ist – erhoben hatte. Verkauft wurden Finanzlehrgänge um jeweils bis zu 5.500 Euro, die laut Gutachter aber maximal 1.800 Euro wert waren.

20 Millionen Euro Schaden durch Schneeballsystem

In einem Schneeballsystem hätten die Kunden für neu angeworbene Mitglieder saftige Provisionen erhalten. Jeder Teilnehmer konnte je nach Anzahl der angeworbenen Neukunden in der Hierarchie aufsteigen und so höhere Provisionen erzielen. Doch der Vertrieb funktionierte nur an der Spitze, dann blieben immer mehr "Anleger" auf der Strecke. Der so entstandene Schaden wurde laut Anklage zunächst mit vier Millionen Euro beziffert, erhöhte sich im Laufe des Verfahrens aber auf mindestens 20 Millionen Euro.

Geständnis bewahrt Deutschen vor härterer Strafe

Bereits am ersten Verhandlungstag Ende September hatte sich der Hauptangeklagte – ein 42- jähriger Deutscher, der für einen unbekannten Hintermann als Geschäftsführer auftrat – vollinhaltlich geständig gezeigt. Das wurde goutiert: Für ihn setzte es 24 Monate Haft, davon acht unbedingt.

Deftig fiel das Urteil allerdings für einen 30- jährigen Slowenen aus, der allein 500.000 Euro Provisionen kassiert haben soll: Er fasste zwei Jahre unbedingte Haft aus. Die restlichen Angeklagten wurden zu Strafen zwischen fünf und 15 Monaten - teilweise bedingt - verurteilt, einer wurde freigesprochen. Nur das Urteil gegen den Deutschen ist bereits rechtskräftig.

Quelle: http://www.krone.at